Was kann helfen, wenn man sich alleine nicht mehr aus dem Haus traut? Überfordert mit dem Leben oder Behörden ist? Wenn der Alltag dank der Angstzustände und der Depression einem komplett über den Kopf wächst. Wer kennt es nicht, wenn man sich alleine dadurch gestresst fühlt, das Bett verlassen zu müssen? Erlebt man solche Situationen oder Zustände, dann ist eine mobile sozialpsychiatrische Betreuung kurz MSB eine wirklich gute Hilfe. Anbieter gibt es sehr viele, dort wird auch um die Kostenübernahme angesucht. Auch für wieviel Tage pro Woche man die MSB braucht, wird in diesem Rahmen besprochen. Ich treffe mich mit meiner Betreuung einmal pro Woche.
Die MSB ist im Alltag wirklich hilfreich, man kann in jedem Bereich Unterstützung bekommen, gemeinsam zum Arzt gehen, einen neuen Therapeuten suchen, Anträge stellen oder sich bei einem Spaziergang die Sorgen von der Seele reden. Ein Beispiel aus meinen Leben ist zum Beispiel die Gutscheinaktion zum Schulstart. Diese Gutscheine, die armen Eltern den völlig überteuerten Schulstart erleichtern sollen, werden im Sommer ausgegeben. Es ist schwer, den stigmatisierenden (neuerdings am Smartphone gebundenen) Gutschein einzulösen. Dafür schäme ich mich immer sehr, denn dann weiß der Verkäufer oder die Verkäuferin, dass ich arm bin und von der staatlichen Unterstützung lebe. Mit meiner Betreuung bin ich dann gemeinsam einkaufen gegangen. Es fiel mir so viel leichter. Es war viel angenehmer. Jemanden in der Situation dabeizuhaben, war eine große Unterstützung.
Manche Anbieter haben auch Treffen für ihre Klientinnen und Klienten. Ein Freund von mir bekommt von seiner MSB ein Coaching, welches ihm sehr guttut. Bei mir gibt es sowas nicht, aber das ist okay für mich!
Infos:
https://transparenzportal.gv.at/tdb/tp/leistung/1030113.html