Cleaning Day

Nachdem die Tätigkeiten in den Arbeitsbereichen erledigt wurden, steht einmal pro Woche der Cleaning Day auf dem Programm. Das bedeutet, wir putzen die gesamte Tagesstruktur von oben bis unten. Nicht zu verwechseln mit den täglichen Aufgaben, die fix monatlich eingeteilt sind. Was selbstverständlich ist, putzen müssen nur die Teilnehmer und Teilnehmerinnen und nicht die Betreuer und Betreuerinnen. Nicht einmal das eigene Office wird von den Betreuern und Betreuerinnen selbst geputzt. Da fehlt es meiner Meinung nach an Augenhöhe.

Die Betreuer und Betreuerinnen sollten uns ja unterstützen, wir sind ja nicht deren Angestellten. Dann hätten wir ja Lohn- und einen Pensionsanspruch. Überarbeitet kommen sie mir auch nicht vor. Also, die paar Minuten das, wie sie es nennen Office zu putzen, wäre bei gutem Willen sicherlich möglich. Wie ich von anderen Teilnehmern erfahren habe, haben die Betreuer und Betreuerinnen früher ihr Büro selbst aufgeräumt und in anderen Tagesstrukturen, wird es auch so praktiziert.

Aber zurück zum allseits beliebten Cleaning- Day in meiner Tagesstruktur. Zwischen der Einteilung der Arbeitsbereiche, dem Streit, was gekocht und an manchen Tagen auch wer kochen muss, denn das gesamte Kochteam kann krank sein oder Urlaub haben, wird eingeteilt, wer was in der Tagesstruktur grundreinigt. Die Betreuer und Betreuerinnen schauen ernst auf die Liste der Tätigkeiten und die ersten Bereiche werden verlesen. Küchengeräte und den Kühlschrank reinigen, ist die erste zu vergebende Aufgabe an diesem schönen Sommertag. Mutig melden sich zwei Personen, die haben wohl nicht gesehen, was das Kochteam gestern aufgeführt hat. Die Küche sah schlimm aus. Sie wurde zwar offensichtliche auch geputzt, aber der Teufel sitzt in den Geräten, denn da sieht man ja nicht immer rein. Mein Beileid an dieser Stelle. Mit einem freundlichen Danke trägt der Betreuer schnell die Namen ein.

Ich für meinen Teil reinige gerne mit einer Kollegin oder einem Kollegen den Gemeinschaftsraum. Da muss man alles abstauben und den Boden wischen. Das geht schnell und ist unkompliziert. Das Office versuche ich zu umgehen, es fühlt sich unangenehm an, wenn einem an manchen Tagen fünf Betreuer beim Putzen zusehen und ich finde, dass sie ihr Büro selbst reinigen sollten. Beliebt ist das Büro nicht, aber es gibt immer jemanden, der es dann macht. Alle Arbeitsbereiche müssen abgestaubt und gewischt werden. Vom Entspannungsraum über die Glastüren, den Flur bis zur Besenkammer. Nach kurzer Diskussion ist alles eingeteilt. 

Nach dem Mittagessen und dem letzten Arbeitsblock, wird ordentlich aufgeräumt. Danach ist noch Zeit zum Reden, Kartenspielen, Lesen oder Rätseln.

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