Projektmanagement

Es gibt Tage, da überfordert mich alles und jeder. Viele Kleinigkeiten fühlen sich an wie große Projekte. Zum Beispiel etwas klären. Das kann sein, dass ich eine E- Mail schreiben muss, um etwas zu klären. Gefühlt ewig schiebe ich das auf. Mit dem Wissen, dass es dadurch nicht besser wird, wenn ich das Problem nicht aktiv angehe. 

Nun ist es bei mir so, dass ich auch Angst vor der Reaktion habe, die auf zum Beispiel auf meine Mail kommen könnte. Also schiebe ich die Schritte, die es bedarf, um das Problem zu lösen, vor mir her. Dabei begleitet mich ein enges und auch beklemmendes Gefühl in der Brust. Paradoxerweise lähmt mich das noch mehr. Einerseits weiß ich, wenn ich das Problem angehe, wird es mir besser gehen. Die Anspannung wird leichter und ich fühle mich besser, aber andererseits sperrt sich alles in mir dagegen, das Problem selbstbewusst anzupacken.

Was tu ich in diesen Momenten? Natürlich achte ich erstmal darauf, ob es eine zeitliche Frist gibt. Dann führe ich mir vor Augen, dass mir nichts passieren kann. Auch wenn die Reaktionen nicht immer angenehm sind, grundsätzlich ist es überlebbar und die Konsequenzen, wenn ich es nicht tue, sind meist unangenehmer. Oft hilft mir dieser rationale Zugang. Manchmal ist es aber auch einfach nur die  Frist, die sonst erlischt, die mich motiviert.

Meine Therapeutin hat solche Situationen oft mit mir durchgespielt. Was passiert, wenn ich das oder jenes mache? Jede Konsequenz sind wir gemeinsam im Dialog durchgegangen und es zeigte sich meist, dass viele Dinge unangenehm werden können, aber schaffbar sind. Die Barriere im Kopf, ist meist am größten.

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