Was kann einem wirklich zusetzen? Der Drang auf die Toilette zu müssen ist sicher ein Umstand der schnell belastend werden kann. Was kann die Frustration in solch einer Situation noch erhöhen? Neben einer freien Toilette zu stehen, die man nicht benützen darf. Viele werden sich jetzt fragen, wie kommt man in so eine Situation. Die Antwort ist leicht, man befindet sich in einer Tagesstruktur, in welcher sich alle Teilnehmerinnen (Durchschnitt 12 Personen) eine Toilette teilen und alle Trainerinnen (im Durschnitt 4 Personen), sich die andere teilen.
Nun sind die Teilnehmerinnen mehr Personen als die Trainerinnen. Manche Teilnehmerinnen, brauchen, aus welchen Gründen auch immer, sehr viel Zeit auf der Toilette, das führt schnell mal zu Unmut und Frust innerhalb der Gruppe. Wer wartet schon gerne, wenn er dringend muss? Leider kann die Person, die die Toilette länger benützt auch nichts dafür und fühlt sich nach einigen taktlosen subjektiven Gesprächen gedemütigt.
Um das Problem zu lösen, „durften“ wir kurze Zeit das WC der Trainerinnen mitbenützen. Da es aber von manchen Personen nicht sauber hinterlassen wurde, führte dies zu einer „Kollektivstrafe“ und alle Teilnehmerinnen durften das exklusive Trainerinnen- WC nicht mehr benutzen.
Für diesen Schritt hab ich jetzt aber wirklich null Verständnis. Warum müssen wir, die Teilnehmerinnen, diese „WC- Verwüster“ alleine ertragen? Nur weil wir Teilnehmerinnen sind? Niemand weiß, wer diese Person ist. War es vielleicht eine Trainerin selbst? Ich finde, wir sind alle erwachsene Personen, die gleich wertvoll sind. Niemand, der dringend auf die Toilette muss, sollte nicht vor einem freien WC stehen, das er nicht benützen darf. Das sehen die Trainerinnen leider gänzlich anders und so werden noch viele Menschen vor einer freien Toilette warten müssen.